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Informationen zum demografischen Wandel- Fachkräftemangel

AIN, den 8. August 2011

Ein jeder von uns weiß: Der demografische Wandel kommt.  Junge Menschen wissen oft nicht, wie sie die Last allein für ihr eigenes, künftiges Alter  tragen sollen,  geschweige denn wie sie die wachsende Zahl der Rentner finanzieren könnten. Die Älteren bangen um ihre  Rücklagen fürs Alter und die Rente.

Nun taucht seit einigen Monaten in Medien und Politik immer häufiger die Frage auf, wie dem Fachkräftemangel der Gegenwart und Zukunft zu begegnen sei.

 

Das Thema an sich  ist ja nicht neu, die nicht mehr ganz Jungen unter uns werden sich gewiss an die „Greencard“- Kampagne vor einigen Jahren erinnern. Damals versuchten Politik und Wirtschaft einen tatsächlichen oder behaupteten Mangel an Facharbeitskräften durch gezielte Anwerbung von qualifizierten, ausländischen Fachkräften entgegenzuwirken. Im Lichte des immer näher rückenden, bereits beginnenden demographischen Wandels muss das Thema selbstverständlich und dringlich neu betrachtet werden, eine gewisse Skepsis gegenüber den veröffentlichten Vorschlägen ist dennoch geboten. (Wir erinnern uns jedenfalls gut an die Nichtbeachtung ebenfalls qualifizierter, aber vorzugsweiser älterer deutscher Arbeitnehmer. Es schien oftmals einfacher eine junge, frisch und gut ausgebildete Fachkraft per „Greencard“ zu engagieren als vorhandene, bereits im Betrieb befindliche Mitarbeiter weiterzubilden. Gerade wir  MitarbeiterInnen von  NSN  wissen ein Lied davon zu singen)

 

Doch zurück zu Gegenwart und Zukunft:

 Innerhalb der Bundesregierung hat das Arbeitsministerium die Federführung für die Fachkräftesicherung übernommen und im Juni 2011 ein Konzeptpapier veröffentlicht.

Der Fachkräftemangel wird darin zu Recht als die Herausforderung der nächsten Jahre angesehen, in einem ersten Schritt will das Arbeitsministerium (BMAS) "mit dem Jobmonitor ein Frühwarnsystem" entwickeln. Jobmonitor bedeutet: Die Fakten zu den Engpässen sollen für Berufe, Branchen und Regionen zusammengetragen werden, die Schlüsselfrage lautet: Wer kann die Arbeit von morgen leisten?

 

Der Blick der Bundesregierung richtet sich vor allem auf die Gruppe der Älteren und auf die Frauen. Dem Mangel an berufstätigen Frauen und Männern soll entgegengewirkt werden durch:

 

  • Aktivierung und Beschäftigungssicherung,
  • Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
  • Bildungschancen für alle von Anfang an,
  • Qualifizierung: Aus- und Weiterbildung sowie
  • Integration und Zuwanderung.

 

Aus unserer Sicht bleibt angesichts leerer Kassen und anhaltendem „Jugendwahn“ abzuwarten, ob das an sich löbliche Vorhaben  gelingt oder ob es sich am Ende nicht auf  Zuwanderung von Fachkräften beschränkt. Natürlich sind uns Neubürger willkommen und wir haben auch nichts gegen die längst überfällige Verbesserung der Integration. Uns  liegt jedoch mindestens ebenso an Weiterbildung und Beschäftigung Älterer  sowie verbesserte Bedingungen für berufstätige Frauen. Von Bildungschancen für alle von Anfang an ganz zu schweigen. Allerdings haben wir Zweifel, ob die löblichen und vollmundigen Vorhaben wohl auch finanziert werden können.

 

Die Bundesregierung sucht nun den Dialog mit den Sozialpartnern, diesen werden wir mit Interesse verfolgen und uns allen ist zu wünschen, dass dieser gesellschaftliche Dialog  wirklich zu Verbesserungen führt und die notwendigen gesellschaftlichen Anpassungen in Bewegung kommen.

 

In unserer dann doch eher kleinen, deutschen NSN-Welt wird zu prüfen und zu verfolgen sein, wie ein Unternehmen wie NSN seine gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt, wenn es im kommenden Herbst um die nächsten Maßnahmen zur Erzielung realen, nachhaltigen Gewinnes geht. Beschäftigungssicherung und Weiterbildung sollten auch die Richtung für NSN sein.

 

Wir wissen, in der Vergangenheit war dies nicht  im Fokus (von der erfolgreichen Aktion Kurzarbeit einmal abgesehen), von daher erwarten wir eher skeptisch den Herbst bei NSN und die Resultate des gesellschaftlichen Dialoges.

 

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