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02.02.12 Aktuelle Trends in der Automobilindustrie
Aus Sicht der Audi Betriebsgruppe sind derzeit 3 Trends zu beobachten. Trend 1: Elektromobilität Beim Thema Elektromobilität muss das Auto praktisch neu erfunden werden. Es ist nicht so einfach, wie es sich Otto Normalbürger vorstellt. Das spezielle technische Know How gibt es weder bei den Zulieferern, noch bei den Herstellern. Die Themenfelder sind sehr vielfältig. Neben des Leichtbaus der Karosse (Aluminiumbauteile, hochfeste Bleche, neue Verbindungstechniken) und dem klassischen Antrieb über die E- Maschine (Steuerung, Kühlung, Heizung) ist vor allem das Thema Energiespeicherung (Batterietechnik, Steuerungstechnik, Kapazitäten) zu lösen. Dazu kommt noch die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung des Fahrzeuges. Weiter wird in verschiedenen Richtungen und Marktbedürfnissen zu entwickeln sein, einem reinem Elektrofahrzeug (Beispiel smart), einen Elektrofahrzeug mit Reichweitenverlängerer (Bsp. Opel Ampera) oder einem Hybridfahrzeug (Beispiel Audi Q5) Die Lieferantenabhängigkeit ist ein Irrweg, Outsourcing macht abhängig. Die Kompetenz muss im eigenen Haus sein, mit weniger Lieferantenabhängigkeit erreicht man mehr Marktstärke. Während die Entwicklungszeit eines I-Phone ca 6 Monate dauert, braucht die Entwicklung eines Fahrzeuges einige Jahre. Trend 2: Die globale Wirtschaftswelt muss beherrschbar sein Der Ausfall von japanischen lieferanten durch das Erdbeben und Atomkatastrophe hat uns deutlich diese Schwäche aufgezeigt und führte zum Stillstand bei einigen Lieferanten. Dem Hersteller muss die komplette Prozesskette bis zum letzten Glied bekannt sein, damit ist eine schnelle Reaktion bei Ausfällen möglich. Eine Just in Time Lieferung mit einem Lieferanten (Single Sourcing) birgt das größte Risiko und ist zu vermeiden. Weiter sollte die Logistikdienstleistung beim Hersteller sein. Trend 3: Fachkräftemangel Um diesem vorzubeugen, muss die Arbeitgeberattraktivität gesteigert werden. Um die besten Fachkräfte wird ein werben (und abwerben) stattfinden. Nicht nur ein attraktives Entgelt ist für Hochqualifizierte wichtig, sondern auch gute Arbeitsbedingungen. Die Projekte "Gute Arbeit" von ver.di und "Gutes Leben" der IGM geben hierzu die richtigen Impulse. (u.bar) |




