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01.02.12 Audi - ein wirklich attraktiver Arbeitgeber?
Audi ist zum wiederholten mal die Nummer 1 im Ranking bei den Ingenieuren und Wirtschaftswissenschaftlern. Dieser gute Erfolg ist dem guten Hochschulmarketing mit Präsenz an Hochschulen, mit Vergabe von Praktikantenstellen und Diplomarbeiten, sowie der Förderung von Dokoranten geschuldet. Aber auch der wirtschaftliche Erfolg von Audi, attraktive Modelle und Design, sowie interessante Arbeitsaufgaben tragen zum Erfolg bei. Und zu guter letzt natürlich die zahlreichen Neueinstellungen, 2011 konnten wir über 1.100 neue Akademiker begrüßen und dieses Jahr werden es genau so viele sein. Auch die Audi Betriebsgruppe kann dies voll und ganz bestätigen. Neben den o.g. Faktoren haben junge Menschen bei Audi viele Entfaltungsmöglichkeiten, in mancher Hinsicht ist audi noch ein mittelständisches Unternehmen mit grossem Zusammenhalt der Mannschaft. Dazu haben wir noch viele Betriebsvereinbarungen zur Qualifiziereung, zu Familie und Beruf und sowie zur Pflegezeit. Auch das Einstiegentgelt kann sich sehen lassen und nach 1 Jahr ist man bereits schon am Unernehmenserfolg beteiligt. Nun genug gelobt. Bei manchen Ingenieuren kommt nach kurzer Zeit der ersten Euphorie auch Kritik auf. Und die beginnt eigentlich schon vor dem Arbeitsbeginn. Nachdem er sich durch den dichten Stauverkehr in Ingolstadt gequält hat, beginnt die Parkplatzsuche, wer zu spät kommt findet nichts mehr. Statt eines 4 spurigen Autobahnzubringers, wie es bei anderen Automobilstandorten üblich ist, jeden morgen Stop and go. Eine neue, großzügigen Umgehungsstraße aus Richtung Eichstätt endet an einem Kreisel, die letzten 2 km Stop and go durch Etting, das versteht sowieso niemand. Kollegen die mit der Bahn aus Richtung München kommen, beklagen sich über ungünstige Busverbindungen. Hier hat die Stadt einiges an Hausaufgaben zu erledigen. Bei Audi selbst werden derzeit die holprigen Schotterparkplätze nach und nach, leider viel zu langsam, durch Parkhäuser ersetzt. Von gewissen politischen Mandatsträgern wurden da Horrorszenarien skizziert und die Ettinger Anwohner einseitig informiert. Das Ergebis sind Verzögerungen bei der Bauplanung. Das nächste Thema ist die Büroraumsituation. Durch die vielen Neueinstellungen in den letzten Jahren und durch die unzähligen Mitarbeiter der Ingenieurbüros, die über Werkverträge direkt in den Abteilungen arbeiten, war grosses Zusammenrücken angesagt. Einige neue Bürogebäuden mit weit über 1.500 Büroarbeitsplätzen allein in der technischen Entwicklung werden dieses Jahr fertiggestellt, aber man liegt immer noch hinter dem dem tatsächlichen Bedarf. Somit kann es gut sein, das ein neuer Kollege sich in einem der angemieteten Büros außerhalb des Werkszaunes in Gaimersheim oder Friedrichshofen seinen Arbeitsplatz findet. Grosses Gedränge natürlich auch in der Kantine, die heiße Schlacht am kalten Buffet. Denn ohne Mampf, kein Kampf. Praktisch ist es fast unmöglich mit Kollegen gemeinsam zu essen, denn 3 Plätze am Stück sind selten. Und gemütliches sitzenbleiben um Probleme zu diskutieren, nicht dranzudenken und unkollegial wenn der nächste mit vollem Tablett bereits auf den Platz wartet. Auch hier hat das Unternehmen erst auf wiederholtes Drängen des Betriebsrates und mit grosser Verzögerung reagiert. Jetzt werden Kantinenmodule in Fertigbauweise gebaut, die allerdings ein leicht reduziertes Speisenangebot haben werden. Sie sollen als "Ostergeschenk" übergeben werden. Die Frage nach einer Betriebssportgruppe muss leider verneint werden. Jedoch gibt es in Ingolstadt genügend Möglichkeiten in Vereinen aktiv zu werden. Auch einen Betriebskindergarten oder eine Kita gibt es leider (noch) nicht, hier werden in verschiedenen Einrichtungen Plätze für Audi Mitarbeiter reserviert. Für den Betriebsrat ist dies ein Zukunftsprojekt. Da die Soft Fakts in Zukunft eine immer größere Rolle spielen werden, ist das Unternehmen gut beraten zielgerichtet zu verbessern. Denn auch in Zukunft soll Audi einer der attraktivsten Arbeitgeber sein, nicht nur in der Außendarstellung, sondern auch in der Innenwirkung. (u.bar) |




