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Bildungswerk der ver.di in Bayern e.V. Schwanthalerstraße 64, 80336 München Tel.:089/59977-3005, Fax 089/59977-3099 www.verdi-bw-bayern.de www.verdi-bildungswerke.de Das Bildungswerk der ver.di in Bayern e.V. ist zertifiziert nach dem BQM

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Aktuelles

Aktuelle Trends in der Automobilindustrie

Aus Sicht der Audi Betriebsgruppe sind derzeit 3 Trends zu beobachten.

Trend 1: Elektromobilität

Beim Thema Elektromobilität muss das Auto praktisch neu erfunden werden. Es ist nicht so einfach, wie es sich Otto Normalbürger vorstellt. Das spezielle technische Know How gibt es weder bei den Zulieferern, noch bei den Herstellern. Die Themenfelder sind sehr vielfältig. Neben des Leichtbaus der Karosse (Aluminiumbauteile, hochfeste Bleche, neue Verbindungstechniken) und dem klassischen Antrieb über die E- Maschine (Steuerung, Kühlung, Heizung) ist vor allem das Thema Energiespeicherung (Batterietechnik, Steuerungstechnik, Kapazitäten) zu lösen. Dazu kommt noch die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung des Fahrzeuges.

Weiter wird in verschiedenen Richtungen und Marktbedürfnissen zu entwickeln sein, einem reinem Elektrofahrzeug (Beispiel smart), einen Elektrofahrzeug mit Reichweitenverlängerer (Bsp. Opel Ampera) oder einem Hybridfahrzeug (Beispiel Audi Q5)

Die Lieferantenabhängigkeit ist ein Irrweg, Outsourcing macht abhängig. Die Kompetenz muss im eigenen Haus sein, mit weniger Lieferantenabhängigkeit erreicht man mehr Marktstärke.

Während die Entwicklungszeit eines I-Fon ca 6 Monate dauert, braucht die entwicklung eines Fahrzeuges einige Jahre.

Trend 2: Die globale Wirtschaftswelt muss beherrschbar sein

Der Ausfall von japanischen lieferanten durch das Erdbeben und Atomkatastrophe hat uns deutlich diese Schwäche aufgezeigt und führte zum Stillstand bei einigen Lieferanten.

Dem Hersteller muss die komplette Prozesskette bis zum letzten Glied bekannt sein, damit ist eine schnelle Reaktion bei Ausfällen möglich. Eine Just in Time Lieferung mit einem Lieferanten (Single Sourcing) birgt das größte Risiko und ist zu vermeiden. Weiter sollte die Logistikdienstleistung beim Hersteller sein.

Trend 3: Fachkräftemangel

Um diesem vorzubeugen, muss die Arbeitgeberattraktivität gesteigert werden. Um die besten Fachkräfte wird ein werben (und abwerben) stattfinden. Nicht nur ein attraktives Entgelt ist für Hochqualifizierte wichtig, sondern auch gute Arbeitsbedingungen. Die Projekte "Gute Arbeit" von ver.di und "Gutes Leben" der IGM geben hierzu die richtigen Impulse.

(u.bar) 

 

 

Audi - ein wirklich attraktiver Arbeitgeber?

Audi ist zum wiederholten mal die Nummer 1 im Ranking bei den Ingenieuren und Wirtschaftswissenschaftlern. Dieser gute Erfolg ist dem guten Hochschulmarketing mit Präsenz an Hochschulen, mit Vergabe von Praktikantenstellen und Diplomarbeiten, sowie der Förderung von Dokoranten geschuldet. Aber auch der wirtschaftliche Erfolg von Audi, attraktive Modelle und Design, sowie interessante Arbeitsaufgaben tragen zum Erfolg bei. Und zu guter letzt natürlich die zahlreichen Neueinstellungen, 2011 konnten wir über 1.100 neue Akademiker begrüßen und dieses Jahr werden es genau so viele sein. Auch die Audi Betriebsgruppe kann dies voll und ganz bestätigen. Neben den o.g. Faktoren haben junge Menschen bei Audi viele Entfaltungsmöglichkeiten, in mancher Hinsicht ist audi noch ein mittelständisches Unternehmen mit grossem Zusammenhalt der Mannschaft. Dazu haben wir noch viele Betriebsvereinbarungen zur Qualifiziereung, zu Familie und Beruf und sowie zur Pflegezeit. Auch das Einstiegentgelt kann sich sehen lassen und nach 1 Jahr ist man bereits schon am Unernehmenserfolg beteiligt.

Nun genug gelobt. Bei manchen Ingenieuren kommt nach kurzer Zeit der ersten Euphorie auch Kritik auf. Und die beginnt eigentlich schon vor dem Arbeitsbeginn. Nachdem er sich durch den dichten Stauverkehr in Ingolstadt gequält hat, beginnt die Parkplatzsuche, wer zu spät kommt findet nichts mehr. Statt eines 4 spurigen Autobahnzubringers, wie es bei anderen Automobilstandorten üblich ist, jeden morgen Stop and go. Eine neue, großzügigen Umgehungsstraße aus Richtung Eichstätt endet an einem Kreisel, die letzten 2 km Stop and go durch Etting, das versteht sowieso niemand. Kollegen die mit der Bahn aus Richtung München kommen, beklagen sich über ungünstige Busverbindungen. Hier hat die Stadt einiges an Hausaufgaben zu erledigen.

Bei Audi selbst werden derzeit die holprigen Schotterparkplätze nach und nach, leider viel zu langsam, durch Parkhäuser ersetzt. Von gewissen politischen Mandatsträgern wurden da Horrorszenarien skizziert und die Ettinger Anwohner einseitig informiert. Das Ergebis sind Verzögerungen bei der Bauplanung.

Das nächste Thema ist die Büroraumsituation. Durch die vielen Neueinstellungen in den letzten Jahren und durch die unzähligen Mitarbeiter der Ingenieurbüros, die über Werkverträge direkt in den Abteilungen arbeiten, war grosses Zusammenrücken angesagt. Der Neubau von Bürogebäuden ist erst jetzt angelaufen und hängt dem tatsächlichen Bedarf deutlich zurück. Somit kann es gut sein, das ein neuer Kollege sich in einem der angemieteten Büros außerhalb des Werkszaunes in Gaimersheim oder Friedrichshofen seinen Arbeitsplatz findet.

Grosses Gedränge natürlich auch in der Kantine, die heiße Schlacht am kalten Buffet. Denn ohne Mampf, kein Kampf. Praktisch ist es fast unmöglich mit Kollegen gemeinsam zu essen, denn 3 Plätze am Stück sind selten. Und gemütliches sitzenbleiben um Probleme zu diskutieren, nicht dranzudenken und unkollegial wenn der nächste mit vollem Tablett bereits auf den Platz wartet. Auch hier hat das Unternehmen erst auf wiederholtes Drängen des Betriebsrates und mit grosser Verzögerung reagiert, Jetzt werden Kantinenmodule in Fertigbauweise gebaut, die allerdings ein leicht reduziertes Speisenangebot haben werden.               

Die Frage nach einer Betriebssportgruppe muss leider verneint werden. Jedoch gibt es in Ingolstadt genügend Möglichkeiten in Vereinen aktiv zu werden.

Auch einen Betriebskindergarten oder eine Kita gibt es leider (noch) nicht, hier werden in verschiedenen Einrichtungen Plätze für Audi Mitarbeiter reserviert. Für den Betriebsrat ist dies ein Zukunftsprojekt.

Da die Soft Fakts in Zukunft eine immer größere Rolle spielen werden, ist das Unternehmen gut beraten zielgerichtet zu verbessern. Denn auch in Zukunft soll Audi einer der attraktivsten arbeitgeber sein, nicht nur in der Außendarstellung, sondern auch in der Innenwirkung.

(u.bar)

 

 

 

 

 


November 2011

 

Neue Altersteilzeit vereinbart

 

Während die staatliche Förderung (Aufstockung) der Altersteilzeit entfallen ist, ist das Altersteilzeitgesetz weiterhin in Kraft. Mit von den DGB Gewerkschaften abgeschlossenen Tarifverträgen gibt es für bestimmte Branchen entsprechend Verträge. Auch in der Metall – und Elektroindustrie besteht seit Nov 2008 ein entsprechender Tarifvertrag.

Der Betriebsrat der Audi AG hat mit der Unternehmensleitung eine neue ATZ vereinbart, die in vielen Punkten wesentlich besser ist, als die tarifvertragliche Regelung des TV Flex Ü der Metall – und Elektroindustrie.

So werden die bestehenden Altverträge (mit staatlicher Förderung) die im Rahmen der Vertrauensschutzregelung vor dem 1.1.07 abgeschlossen wurden und ab dem 1.1.10 umgesetzt sind im Gegensatz zum Tarif nicht auf die Quote angerechnet. Weiter wurde die Quote von 4% (davon 2,5 % für belastete Berufsgruppen wie Schichtarbeiter) lt. Tarif auf 5% erhöht (ohne Einschränkung). Sollte die Quote ausgeschöpft sein, so ist der BR und die Unternehmensleitung zu weiteren Verhandlungen verpflichtet. Damit kann praktisch jeder Mitarbeiter, der es wünscht, in ATZ gehen.

Der Aufstockungsbetrag beträgt min 83%, real je nach Steuerklasse 86% - 89%, anstelle tariflich min. 82%.

Die Aufstockung zur gesetzlichen Rente erfolgt entsprechend Tarifvertrag und Altersteilzeitgesetz in Höhe von 95%.

In der betrieblichen Altersversorgung gibt es ebenfalls eine kräftige Aufstockung in Höhe von 8% vom Mindestnetto je Monat ATZ sowie eine 2. Aufstockung die sich nach Betriebszugehörigkeit, Entgelthöhe (damit werden untere Lohngruppen aufgebessert) und Dauer der ATZ richtet.

 

Jeder Mitarbeiter mit min 12 jähriger Betriebszugehörigkeit hat grundsätzlich Anspruch auf ein 4 jähriges Blockmodell; Mitarbeiter in Schichtarbeit (Belastung), Schwerbehinderte und Mitarbeiter mit einer MdE von min. 30 % haben Anspruch auf ein 6 jähriges Blockmodell.

Da sich einerseits der gesetzliche Renteneintritt stufenweise verschiebt (Rente mit 67), anderseits Kollegen/innen mit 45 Beitragsjahren weiterhin mit 65 ohne Abschlag in Rente gehen können, ist der Renteneintritt im Anschluss an die ATZ von 63 bis 65 frei wählbar. Wer allerdings erst nach dem 65 Lebensjahr in Rente gehen möchte, kann nur ein 3 jähriges Blockmodell in Anspruch nehmen.

Weiter sind in Abstimmung mit dem Unternehmen auch anderer ATZ Modelle möglich (z.B. dauerhafte Absenkung der Arbeitszeit, oder Teilblockmodelle).

Die Betriebsvereinbarung gilt zunächst bis zum Jahrgang 1959 und kann dann entsprechend verlängert werden.

Insgesamt ist die neue Audi ATZ ein sehr attraktives Angebot zu einem früheren Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Die Entgeltminderung hält sich in Grenzen und der Rentenverlust (Versorgungslücke) wird weitgehend kompensiert.

 

 

Beratungen und nähere Informationen zur ATZ erhalten Sie bei Ihren Betriebsräten.

Ulrich Bareiß


 

BR Wahl 2010 Ver.di gemeinsam mit IGM

 

Die Frist zur Einreichung der Listen ist abgeschlossen. Die ver.di Kollegen/in sind auf der Liste Nr. 2 IG Metall berücksichtigt.

Da sich die BR Kollegen der Christlichen Gewerkschaft verstritten haben und sich gegenseitig Mobbing vorwerfen (öffentlich auf der Letzten Betriebsversammlung), treten diese mit 2 Listen an. Liste 1 FUCB (Freie unabhängige christliche Betriebsräte) und Liste 3 der "Rest-CGM".

Eine gute BR Arbeit im Sinne der Kollegen/innen schaut anders aus, deshalb die Liste 2 wählen. In der KW 02 werden Flyer für die verschiedenen Unternehmensbereiche mit Vorstellung der Kandidaten/innen, sowie Darstellung der erreichten bereichsbezogenen Leistungen sowie Ziele für die  nächste Wahlperiode verteilt. In der KW 03 wird es eine Vorstellung aller Kandidaten/innen mittels Plakate und Flyer geben.

 

Am 29.11.09 fand die Vertrauensleutevollversammlung der IGM statt. Hier wurde die gemeinsame Liste für die BR Wahl 2010 einstimmig beschlossen. Wie in den vergangenen Wahlen wird ver.di wieder angemessen mit einem Listenplatz unter den ersten 30, sowie 2 weiteren Plätzen berücksichtigt. In der Betriebsgruppensitzung haben wir beschlossen, das das ver.di BR Mitglied Ulrich Bareiß wieder den vordersten Listenplatz erhält, weiter sind Thersia Lochner und Reiner Leng auf der Liste vertreten.
Die BR Wahl findet am 2. und 3.03.10 statt.
Wir bitten alle Kolleginnen und Kollegen durch eine hohe Wahlbeteiligung den Betriebsrat zu stärken und um die Stimmen für die gemeinsame Liste der IGM.

Falls Sie ein persönliches Anliegen haben und Unterstützung des BR benötigen, Ihr ver.di BR Ulrich Bareiß steht Ihnen gern zur Verfügung. 

mailto: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. Tel. +49-841-89-32563

Tel. +49-841-89-573212

Fax. +49-841-89-3380

 

BR Wahl erfolgreich abgeschlossen

 

Bei einer Rekordwahlbeteiligung von fast 74% (+1%) hat die gemeinsame Liste 86,08% (82,63%) erzielt und damit 2 Sitze im BR gewonnen. Der CGM sank von 17,37% auf 9,74% und hat künftig nur noch 5 Sitze (-4), der FUCB erhielt 4,18% und bekommt 2 Sitze.

Mittlerweile fand die konstutuierende Sitzung statt. Peter Mosch wurde bei 5 Neinstimmen (des CGM) als BR Vorsitzender wiedergewählt, Max Wäcker als sein Stellvertreter einstimmig gewählt. Ebenfalls gewählt wurde der Betriebsausschuss, der sich aus 9 IGM Kandidaten zusammensetzt.

Bei der nächsten Sitzung des BR werden die Ausschüsse gewählt. Hier wird es einige Veränderungen geben, einige Ausschüsse werden entfallen/ zusammengelegt und es wird in Anpassung an die anstehenden Projekte einige neue Ausschüsse geben.

Für die hohe Wahlbeteiligung und das eindeutige Votum möchte sich auch der ver.di BR bedanken. Schwerpunkt der BR Arbeit dieses Jahr wird eine neue Audi Altersteilzeit sein, sowie ein Verhandlungspaket zur "Zukunft Audi", mit den Schwerpunkten Sicherung der Arbeitsplätze, Gestaltung des technologischen Wandels und Beteiligung am Unternehmenserfolg.

 

Ingolstadt, 04.05.2010
Bei der BR Wahl 2010 konnte sich die gemiensame Liste der IGM mit dem Kandidaten von ver.di erfolgreich gegen die Liste des CGM und der FUCB durchsetzen.
 


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